BEWERTUNGSMODELL
Wie CIR Gefechtseinfluss bewertet
Das Combat Impact Rating betrachtet Gefechtsleistung nicht als einzelne Zahl, sondern als Zusammenspiel mehrerer Einflussbereiche. Ziel ist es, die tatsächliche Wirkung eines Spielers im Gefecht nachvollziehbarer darzustellen.
Datenerfassung über den CIR-Mod-Client
Für die Erfassung berechnungsrelevanter Gefechtsdaten wird ein eigener CIR-Mod-Client benötigt. Dieser beobachtet relevante Gefechtsereignisse, erfasst notwendige Auswertungsdaten und liest nach dem Gefecht verfügbare Gesamtergebnisse aus.
Der Mod-Client ist ausschließlich für Datenerfassung und spätere Auswertung vorgesehen. Er greift nicht in das Gefecht ein, verändert keine Spielmechaniken und bietet keine spielerischen Vorteile. Er nutzt nur Informationen, die dem Spielclient während oder nach dem Gefecht ohnehin zur Verfügung stehen.
Die technische Umsetzung ist darauf ausgelegt, sich an den Fair-Play-Regeln von Wargaming zu orientieren.
Mehr als einzelne Rohwerte
Einzelne Gefechtswerte wie Schaden, Abschüsse, Überleben oder Unterstützung zeigen nur einen Teil der Leistung. Für CIR ist entscheidend, in welchem Zusammenhang diese Werte entstanden sind und ob daraus tatsächlicher Einfluss auf den Gefechtsverlauf entstanden ist.
Das Bewertungsmodell betrachtet Gefechtsleistung deshalb als Zusammenspiel mehrerer Leistungsbereiche. Eine Rolle spielen dabei unter anderem Fahrzeugrolle, Gefechtssituation und die tatsächliche Wirkung im Match.
Ein sehr starker Wert in einem einzelnen Bewertungsbereich führt nicht automatisch zu einem hohen Endwert. Entscheidend ist die Gesamtwirkung über mehrere Bereiche hinweg und ob die Leistung zur jeweiligen Rolle und Gefechtssituation gepasst hat.
Die vier Bewertungsbereiche
Das Bewertungsmodell von CIR basiert auf vier zentralen Einflussbereichen. Diese Bereiche bilden gemeinsam die Grundlage für eine spätere, rollenbezogene Bewertung.
Die vier Säulen sind in Schadenseffizienz, Panzereffizienz, Assist und Taktik untergliedert.
Die einzelnen Säulen im Überblick
Die Bewertung orientiert sich grundlegend an den Fahrzeugrollen von World of Tanks:
Für das CIR-Wertungssystem werden leichte Panzer aus der Mehrzweck-Rolle herausgelöst und als eigene Rolle betrachtet, da ihre Gefechtsaufgabe stärker auf Aufklärung, Informationsgewinn und taktischer Unterstützung basiert.
Artilleriefahrzeuge werden derzeit noch nicht in die CIR-Bewertung einbezogen. Aufgrund ihrer besonderen Spielweise benötigen sie eine eigene Rollenwertung, die erst in einem späteren Entwicklungsschritt umgesetzt wird.
Hinweis zur aktuellen Fassung
Die dargestellten Bewertungsbereiche und Einflussparameter zeigen den aktuellen Entwicklungsstand des CIR-Systems. Bis zur vollständigen Veröffentlichung können Inhalte, Bezeichnungen und einzelne Bewertungsaspekte noch angepasst, erweitert oder präzisiert werden.
Vereinfachtes Strukturmodell
Xₙ = F(E₁, E₂, usw.| C)
- Xₙ = jeweiliger Bewertungsbereich
- E₁ usw. = säulenspezifische Einflussgruppen
- C = Rollen-, Fahrzeug- und Gefechtskontext
Dieses Modell zeigt vereinfacht, dass jede Säule aus mehreren Einflussgruppen besteht und immer im jeweiligen Kontext eingeordnet wird. Es beschreibt nur die Grundstruktur, nicht die konkrete Berechnung.
Schadenseffizienz
Bewertet wird nicht nur, wie viel Schaden verursacht wurde, sondern wie wirksam dieser Schaden im Gefechtsverlauf war. Entscheidend ist, ob Schaden sinnvoll gesetzt wurde und echten Druck auf den Gegner erzeugt hat.
Einflussparameter
- Schadenswirkung
- Fahrzeugkontext
- Gegnerkontext
- Gefechtsstufe
- Einsatzprofil
- Trefferwirkung
- Rollenbezug
Panzereffizienz
Dieser Bereich betrachtet, wie effektiv ein Spieler sein Fahrzeug defensiv nutzt. Dazu gehören Standfestigkeit, Überlebensfähigkeit, vermiedene Bedrohung und der sinnvolle Einsatz der Fahrzeugpanzerung.
Einflussparameter
- Defensive Wirkung
- Überlebenskontext
- Bedrohungskontext
- Fahrzeugstabilität
- Panzerungsnutzung
- Schadensvermeidung
- Rollenbezug
Assist
Assist beschreibt den Einfluss durch Aufklärung, Unterstützung und vorbereitete Wirkung für das eigene Team. Nicht jeder wichtige Beitrag entsteht direkt durch eigenen Schaden.
Einflussparameter
- Aufklärungswirkung
- Unterstützungswirkung
- Teamnutzen
- Informationsgewinn
- Vorbereitete Wirkung
- Support-Kontext
- Rollenbezug
Taktik
Taktische Wirkung entsteht durch Positionierung, Kartenkontrolle, Entscheidungsverhalten und das richtige Reagieren auf die Gefechtssituation. Dieser Bereich soll spielerischen Einfluss jenseits reiner Rohwerte sichtbarer machen.
Einflussparameter
- Positionswirkung
- Kartenkontrolle
- Entscheidungsverhalten
- Objektive Wirkung
- Zeitlicher Einfluss
- Gefechtsverlauf
- Rollenbezug
Rollenbezogene Bewertung
Nicht jedes Fahrzeug erfüllt dieselbe Aufgabe. Ein leichter Panzer, ein schwerer Durchbruchspanzer, ein Jagdpanzer oder ein Unterstützungsfahrzeug haben unterschiedliche Rollen im Gefecht.
CIR soll diese Unterschiede berücksichtigen und Leistungen nicht pauschal nach identischen Maßstäben bewerten. Der Fokus liegt darauf, ob ein Spieler mit seinem Fahrzeug zur jeweiligen Rolle passend Einfluss auf das Gefecht genommen hat.
Dabei wird nicht nur die übergeordnete World-of-Tanks-Fahrzeugrolle betrachtet. Auch Fahrzeuge innerhalb derselben Rolle können sich in Spielweise, Aufgabenprofil, Mobilität, Schutzwirkung, Feuerkraft oder Unterstützungspotenzial deutlich unterscheiden. CIR soll diese Unterschiede im Fahrzeugkontext berücksichtigen, damit Fahrzeuge innerhalb ihrer Rolle fairer eingeordnet werden können.
Wie der globale CIR-Wert zu verstehen ist
Der sichtbare CIR-Wert entsteht nicht aus einem einzelnen Rohwert. Zunächst werden einzelne Gefechte anhand mehrerer Bewertungsbereiche eingeordnet. Daraus entsteht pro Gefecht ein sichtbares Match-Rating, das den tatsächlichen Gefechtseinfluss nachvollziehbarer machen soll.
Sehr starke Einzelleistungen werden im oberen Bereich bewusst nicht unbegrenzt weiter auseinandergezogen. CIR arbeitet deshalb mit einer begrenzten Bewertungsskala und einer asymptotischen Kurve. Dadurch bleiben extreme Ausreißer kontrolliert, ohne starke Leistungen zu entwerten.
Die Marke von 10.000 CIR steht dabei nicht für einen gewöhnlich erreichbaren Zielwert, sondern für eine theoretische Obergrenze. Sie beschreibt sinngemäß absolute Perfektion in Wirkung und Konstanz. In der Praxis ist davon auszugehen, dass dieser Wert dauerhaft nur asymptotisch angenähert und nicht realistisch erreicht wird.
Das bedeutet auch: Im sehr hohen Ratingbereich liegen starke Spieler optisch dichter beieinander. Ein Unterschied zwischen beispielsweise 9.100 und 9.200 CIR ist deshalb nicht wie ein einfacher linearer Abstand zu verstehen. Hinter kleinen sichtbaren Abständen können im oberen Bereich deutlich größere Unterschiede in Konstanz, Wirkung und zugrunde liegender Gefechtsleistung stehen.
Der globale CIR-Wert ergibt sich aus den gespielten Gefechtswertungen. Dadurch zählt nicht nur ein einzelnes starkes Gefecht, sondern vor allem konstanter Einfluss über viele Gefechte hinweg. Schwache oder früh verlorene Gefechte wirken sich entsprechend sichtbar auf den Durchschnitt aus.
Ob die theoretische Obergrenze und die aktuelle Skalierung im späteren Live-Betrieb exakt so bestehen bleiben, wird die Closed Beta zeigen. In dieser Testphase können zusätzliche Funktionen, Anpassungen oder Feinjustierungen vorgenommen werden, um Vergleichbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Fairness weiter zu verbessern.
Hinweis zum Bewertungsmodell
Die dargestellten Inhalte zeigen den aktuellen Entwicklungsstand des CIR-Systems. Zur Veranschaulichung kann der Bewertungsansatz vereinfacht als CIR = F(Xₛ, Xₚ, Xₐ, Xₜ | R, V, T, G) beschrieben werden. Die vollständige Berechnungslogik bleibt Teil der internen Entwicklung, da exakte Gewichtungen, Korrekturfaktoren und Schutzmechanismen gezielt ausgenutzt werden könnten. CIR soll dadurch nicht auf einzelne optimierbare Werte reduziert werden, sondern Statpadding erschweren und echten Gefechtseinfluss sichtbarer machen. Stattdessen zeigt CIR die Bewertungsbereiche, Einflussparameter und später nachvollziehbare Auswertungen pro Gefecht.
Aktueller Entwicklungsstand
Das Bewertungsmodell befindet sich derzeit in der Vorbereitung für eine geschlossene Testphase. In dieser Phase werden Datenerfassung, Auswertung, Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit geprüft und weiter optimiert.